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Datenschutzerklärung
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Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend kurz „Daten“) innerhalb unseres Onlineangebotes und der mit ihm verbundenen Webseiten, Funktionen und Inhalte sowie externen Onlinepräsenzen, wie z.B. unser Social Media Profile auf (nachfolgend gemeinsam bezeichnet als „Onlineangebot“). Im Hinblick auf die verwendeten Begrifflichkeiten, wie z.B. „Verarbeitung“ oder „Verantwortlicher“ verweisen wir auf die Definitionen im Art. 4 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).
Verantwortlicher
Dr. Stefan Wogawa
Mail st.wogawa@gmail.com
Tel. 0176/23790691
Arten der verarbeiteten Daten:
- Bestandsdaten (z.B., Namen, Adressen).
- Kontaktdaten (z.B., E-Mail, Telefonnummern).
- Inhaltsdaten (z.B., Texteingaben, Fotografien, Videos).
- Nutzungsdaten (z.B., besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten).
- Meta-/Kommunikationsdaten (z.B., Geräte-Informationen, IP-Adressen).
Kategorien betroffener Personen
Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“).
Zweck der Verarbeitung
- Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte.
- Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern.
- Sicherheitsmaßnahmen.
- Reichweitenmessung/Marketing
Verwendete Begrifflichkeiten
„Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.
„Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten.
„Pseudonymisierung“ die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden.
„Profiling“ jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen.
Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.
„Auftragsverarbeiter“ eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.
Maßgebliche Rechtsgrundlagen
Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.
Sicherheitsmaßnahmen
Wir treffen nach Maßgabe des Art. 32 DSGVO unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.
Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).
Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten
Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.).
Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.
Übermittlungen in Drittländer
Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).
Rechte der betroffenen Personen
Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.
Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.
Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.
Sie haben das Recht zu verlangen, dass die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO zu erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche zu fordern.
Sie haben ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen
Widerspruchsrecht
Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen.
Cookies und Widerspruchsrecht bei Direktwerbung
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Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf.
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Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung eingeschränkt. D.h. die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen.
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Nach gesetzlichen Vorgaben in Österreich erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 7 J gemäß § 132 Abs. 1 BAO (Buchhaltungsunterlagen, Belege/Rechnungen, Konten, Belege, Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, etc.), für 22 Jahre im Zusammenhang mit Grundstücken und für 10 Jahre bei Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch erbrachten Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird.
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Des Weiteren behalten wir uns vor, auf Grundlage unserer berechtigten Interessen gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO, die Angaben der Nutzer zwecks Spamerkennung zu verarbeiten.
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Abruf von Emojis und Smilies
Innerhalb unseres WordPress-Blogs werden grafische Emojis (bzw. Smilies), d.h. kleine grafische Dateien, die Gefühle ausdrücken, eingesetzt, die von externen Servern bezogen werden. Hierbei erheben die Anbieter der Server, die IP-Adressen der Nutzer. Dies ist notwendig, damit die Emojie-Dateien an die Browser der Nutzer übermittelt werden können. Der Emojie-Service wird von der Automattic Inc., 60 29th Street #343, San Francisco, CA 94110, USA, angeboten. Datenschutzhinweise von Automattic: https://automattic.com/privacy/. Die verwendeten Server-Domains sind s.w.org und twemoji.maxcdn.com, wobei es sich unseres Wissens nach um sog. Content-Delivery-Networks handelt, also Server, die lediglich einer schnellen und sicheren Übermittlung der Dateien dienen und die personenbezogenen Daten der Nutzer nach der Übermittlung gelöscht werden.
Die Nutzung der Emojis erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, d.h. Interesse an einer attraktiven Gestaltung unseres Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO.
Dienstag, November 13, 2012
Buchtipp: Netzpolitik als Gesellschaftspolitik
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Dienstag, Oktober 30, 2012
Abrechnung mit dem „Präsidenten der Scheinheiligkeit“
Der Text ist auch veröffentlicht im "Linken Parlamentsreport" Nr. 22/2012.
Schwere Geschütze
Donnerstag, Oktober 18, 2012
FDP wittert Morgenluft
Zuerst erschienen in meiner Kolumne "Das Letzte" im "Linken Parlamentsreport" Nr. 21/2012.
Mittwoch, Oktober 03, 2012
Den Bock zum Gärtner machen?
Es war Peer Steinbrück, der aktuelle SPD-Kandidat, der 2007 als Bundesfinanzminister der „Großen Koalition“ Kritik an den berüchtigten Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften brüsk zurückwies: wer diese Gesellschaften generell ablehne, müsse wissen, dass „Investitionsmöglichkeiten und damit Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen“, schrieb er seinerzeit in einem Brief an die Fraktionen von CDU/CSU und SPD. Nebenbei: mit derlei Stammtischparolen würden sich auch Kernkraftwerke, Rüstungsindustrie oder organisierte Kriminalität bewerben lassen. Aber Steinbrück legte nach, warnte vor dem „Horrorszenario“, das Hegdgefonds-Kritiker angeblich zeichneten, mochte sich allenfalls ein Rating für die gefährlichen Spekulantenfonds vorstellen – und selbst das „möglichst auch in Kooperation mit dem Management von Hedgefonds“. Gemeinsam mit seinem Staatssekretär hatte er die Spielräume der Spekulanten zunächst sogar erweitert.
Dass Steinbrück heute Hedgefonds stärker beaufsichtigen will, ist die übliche sozialdemokratische Mimikry, nach der Wahl macht die SPD naturgemäß mit der CDU ohnehin das Gegenteil von dem, was sie vorher versprochen hat. Steinbrück war als Minister angesichts der Finanzkrise Teil des Problems. Warum bitteschön soll er jetzt Kanzler werden?
Zuerst erschienen in meiner Kolumne "Das Letzte" im "Linken Parlamentsreport" Nr. 20/2012.
Mittwoch, September 19, 2012
Gut gemeint?
Donnerstag, September 13, 2012
Gurkentruppe
Ob einem ein Zeitungsartikel gefällt, ist Geschmackssache, gerade beim Feuilleton. Nur noch als peinlich empfinde ich allerdings die Beiträge eines Hans-Dieter Schütt, der beim „Neuen Deutschland“ (ND) offenbar Narrenfreiheit für Verbalonanistik genießt. Die Zeitung und Schütt, in der DDR Ideologie-Einpeitscher von Politbüros Gnaden, verhöhnen am 27. August Oskar Lafontaine, Claudia Roth und Frank-Walter Steinmeier als „Belehrungs- und Bekehrungsclowns“, die sich „vor aller Öffentlichkeit zum Affen machen“. Man muss sich schon fragen, was uns die Zeitung mit einer unappetitlichen Mischung aus Schütts gequirltem Textbrei und bewusst ausgewählten Fotos ausschließlich von Oppositionspolitikern sagen will. Beim ND, das wöchentlich in eigener Sache nach Solidarität jammert und um Abonnenten bettelt, scheinen einige Leute diese Solidarität als Einbahnstraße zu verstehen. Apropos: meine Solidarität mit dem Blatt ist inzwischen aus verschiedenen Gründen fast aufgebraucht.
Samstag, August 25, 2012
Parteipolitische Privatkriege
Nein, Spaß beiseite, meine Reise in die Schweiz ist ganz problemlos verlaufen. Im Gegenteil: es war sehr schön, mit ganz normalen, freundlichen Menschen und wunderbaren Eindrücken (wie einer Seilbahnfahrt auf 3.800 Meter oder dem Blick aufs Matterhorn bei bestem Wetter). Sogar Geld an einem Schweizer Bankautomaten habe ich abgehoben...
Trotz der deutschen Sommerlochdebatte um das Für und Wieder eines härteren Kurses gegen das Alpenland, die innenpolitisch motiviert ist. Trotz einer etwas verworrenen Situation, denn das Gebaren von Schweizer Banken im Umgang mit Steuerflüchtigen ist kritikwürdig. Doch Sigmar Gabriels Vorstoß erfolgt nur im Eigeninteresse. Sie gilt seiner Ambition auf die Kanzlerkandidatur, sie gilt den Bundestagswahlen im nächsten Jahr (ebenso die Reaktion der CSU). Solchen parteipolitischen Narreteien sollte man aber außenpolitische Seriosität nicht opfern.
Zuerst veröffentlicht in meiner Kolumne "Das Letzte" im "Linken Parlamentsreport" Nr. 17/2012 (PDF, S. 4).
Montag, August 13, 2012
Unheimlich
Anstatt diese Programmatik, der Nescovic auch als parteiloser Abgeordneter seinen Wählern gegenüber verpflichtet ist, aktiv umzusetzen, nähert sich der frühere Richter argumentativ Leuten wie CSU-Innenminister Friedrich an. „Ich will die Transparenz gegenüber dem Parlament verstärken und weitere Möglichkeiten schaffen, die Arbeit der Geheimdienste zu begleiten“, hatte der angekündigt. Friedrich will außerdem mehr Kompetenzen für die Aktenvernichter des Kölner Bundesamtes und ihre Landeskollegen wie den „kleinen Adolf“ aus Hessen. Von „größeren, schlagkräftigeren Einheiten“ der Geheimen wird phantasiert.
Nescovic vernebelt nicht nur, er relativiert mit fragwürdigen Vergleichen verantwortungslos die jahrzehntelange Skandalgeschichte des „Verfassungsschutzes“, die im Versagen angesichts der Neonazi-Terrorgruppe NSU kulminierte. Er wolle dem Geheimdienst die „die Unheimlichkeit nehmen“, hat Nescovic angekündigt. Ich gebe zu, dass mir auch seine Intentionen unheimlich sind.
Zuerst veröffentlicht in meiner Kolumne "Das Letzte" im "Linken Parlamentsreport" Nr. 16/1012 (PDF, S. 10).
Mittwoch, Juli 25, 2012
Schurkenstaat
Donnerstag, Juli 12, 2012
Der Demokratielenker
Zuerst erschienen in meiner Kolumne "Das Letzte" im "Linken Parlamentsreport" 14/2012.
Montag, Juli 02, 2012
Sturm im Wasserglas?
Dienstag, Juni 19, 2012
Dubioser Geselle
http://bit.ly/Kx5e0G
Mittwoch, Mai 30, 2012
Entmachtung des Parlaments?
Dienstag, Mai 22, 2012
Zukunft der Arbeit
Donnerstag, Mai 10, 2012
Neuerscheinung
Mittwoch, Mai 09, 2012
Unappetitlich
http://bit.ly/IIxwPu
Freitag, März 23, 2012
Linke und Internet
http://tinyurl.com/7dl2qgl
Wirtschaft und NSDAP
http://tinyurl.com/7t274rx
Mittwoch, Februar 22, 2012
Gauck grotesk gestrig
Alle Bundestagsparteien mochte Angela Merkel diesmal nicht vorladen. Die Linkspartei blieb außen vor, was sich als Glücksfall erweist. Sie kann selbstbewusst sagen, an der Inthronisierung eines Joachim Gauck nicht beteiligt gewesen zu sein. Schuld an dem Elend tragen andere.
Denn nun wird es ernst mit dem „Kandidaten der Herzen“, auch wenn Merkel sich zierte. Doch daran erinnert sich bald niemand mehr. Ein Sigmar Gabriel aber dürfte, wenn der Rausch, Merkel geärgert zu haben, verflogen ist, merken, dass Gauck ihn und seine Partei letztlich verachtet.
Es lässt auch aufhorchen, dass von Gauck stets als vom „ehemaligen Bürgerrechtler“ gesprochen wird. Die wiederkehrende Phrase ist nicht der Denkfaulheit der Journalisten geschuldet, der künftige Ersatzmonarch des durch die Krise beunruhigten Bürgertums ist tatsächlich vor allem „ehemalig“. Ein Ende der deutschen Kriegseinsätze, Zügelung der Finanzzocker, eine solidarische Gesellschaft – bei Gauck alles Fehlanzeige. Der Kandidat spaltet, ist grotesk gestrig und bei vielen kommt der Kater bestimmt.
Man dürfe nicht erwarten, er sei ein Supermann und fehlerloser Mensch, hat Gauck in einer ersten Stellungnahme geäußert. Das muss ihm schwergefallen sein.
Sonntag, Januar 15, 2012
Wulff, Bild, Gauck
http://tinyurl.com/6r336f8
Freitag, Dezember 02, 2011
Elser
http://tinyurl.com/cspclom
http://www.blogger.com/img/blank.gif
Freitag, November 11, 2011
Mahlen Mühlen langsam?
http://tinyurl.com/bmtas4o
Donnerstag, Oktober 13, 2011
Buchbesprechung
http://tinyurl.com/6f5my6g
Dienstag, September 13, 2011
Schändliches Ansinnen der NPD
http://tinyurl.com/6ycgu46
Donnerstag, September 08, 2011
Artikel auch bei DToday
http://tinyurl.com/3l77aqy
Montag, September 05, 2011
Medienmacht
Wie schreibt Johannes von Müller: "Der Mächtigste soll sich am wenigsten erlauben." Für Raue wohl ein Rat aus einem anderen Universum.
http://tinyurl.com/42jz53w
Mittwoch, August 24, 2011
Medienbrei
http://tinyurl.com/3qlq43g
Montag, August 01, 2011
Hardcore
Dienstag, Juli 19, 2011
„Abhängig von Kernenergie“
http://alturl.com/7mj3z
Freitag, Juni 24, 2011
Blickfang
Montag, April 18, 2011
Gute Freunde
Mein Artikel bei thueringenlinks.de
http://tinyurl.com/6zru8xr
Mittwoch, April 06, 2011
Volles Programm
Patrick Kurth während des Weiberfaschings in Erfurt. Wahrscheinlich trug er beim Besuch in Nordkorea ähnliche Kleidung.
Die FDP befindet sich im freien Fall: wirkungsmächtiger als der angekündigte Rückzug von Guido Westerwelle vom Vorsitz der je nach Sichtweise quietsch- oder giftgelben Spaßpartei erscheint ein anderer Fakt. Nein, gemeint ist nicht der Versuch einiger liberaler Wendehälse, sich flugs an die Spitze der Antiatombewegung zu stellen (möglicherweise fordern erste FDPler bald auch Mindestlohn und „Hartz IV muss weg!“). Patrick Kurth, der FDP-Bundestagsabgeordnete und „Generalsekretär“ der Thüringer Landesdependenz der selbst ernannten Partei der Besserverdienenden, besucht Nordkorea – jawohl, die Koreanische Demokratische Volksrepublik (Kommunisten!) – gemeinsam mit Claudia Roth, der Vorsitzenden der Grünen (was an sich schon Strafe ist). Auch wenn die Politiker nur eine Delegation des Deutschen Fußballbundes (DFB) begleitet haben, stand einiges auf dem Programm: ein koreanischer Vize-Außenminister, „Brücken für eine kulturelle Zusammenarbeit“ wollte Frau Roth bauen und vielleicht konnte Patrick Kurth mit kommunistischen Funktionären plaudern – so von Generalsekretär zu Generalsekretär.
Die deutsche Delegation war 48 Stunden im Land. Der DFB-Chef Theo Zwanziger unterzeichnete am Ende ein Partnerschaftsabkommen mit dem nordkoreanischen Fußballverband, Kurth wohl trotz der derzeitigen inhaltlichen Neuausrichtung der FDP (noch) kein solches mit der Partei der Arbeit Koreas. Nach Medienberichten soll Kurth auch darauf verzichtet haben, das Mausoleum des langjährigen Partei- und Staatschefs Kim Il-sung zu besuchen. Verständlich: Mausoleen flössen FDP-Politikern derzeit nun einmal Angst ein. Sicher zu Recht; sie wissen ja nicht, wer gemeinsam mit dem in Bälde verflossenen Westerwelle ins politische Endlager verfrachtet wird.
Foto: Wogawa
Mittwoch, März 23, 2011
Strafe genug

"Black Hasi", neuer Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt?
(Abbildung ähnlich)
Angela Merkel, die Bundesvorsitzende der CDU, ist bescheiden geworden. Den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt schätzt die Bundeskanzlerin als „großen Erfolg“ für ihre CDU ein. Die hat zwar gute zehn Prozent gegenüber 2006 verloren – anscheinend befürchtete Merkel aber größere Verluste. Inwieweit dabei die ungewöhnliche Idee eine Rolle gespielt hat, den eher drögen CDU-Spitzenkandidaten Reiner Haseloff im Wahlkampf als „Black Hasi“ zu bewerben, werden jetzt Wahlforscher und Psychologen herausfinden können. Einschränkend gilt festzuhalten: Haseloffs Nickname prangte zu Werbezwecken nicht auf Utensilien der Sado-Maso-Szene, sondern auf Kaffeepäckchen der Marke „Mona“.
Vergleicht man die Resultate des aktuellen Urnengangs mit den Ergebnissen der Thüringer Landtagswahl von 2009, zieht ein Deja-vue herauf. Eine CDU mit sinkender Akzeptanz beim Wähler und eine SPD im „Eiertanz“ (so kommentiert die Frankfurter Rundschau). Denn: in Sachsen-Anhalt trat die SPD im Wahlkampf für ein Vergabegesetz ein, für faire Löhne und für längeres gemeinsames Lernen. Ebenso die Linke. Doch SPD-Chef Sigmar Gabriel dekretiert, es spreche viel für eine Fortführung der Koalition mit der CDU. Und vor Ort taktiert ein Jens Bullerjahn so abgeschmackt wie weiland Christoph Matschie. Letzteren nimmt man in Thüringen inzwischen kaum noch wahr, obwohl er als SPD-Landeschef und Vize-Ministerpräsident amtiert. Doch Matschie ist politischer Leichtmatrose geblieben. Zwischen den Schwergewichten der Koalition, der landesmütterlichen CDU-Ministerpräsidentin und dem agilen SPD-Wirtschaftsminister, wird er pulverisiert. Und in Sachsen-Anhalt? Dort tritt wahrscheinlich „Black Hasi“ als neuer Ministerpräsident an. Das ist doch eigentlich Strafe genug?
Mittwoch, März 16, 2011
Unsinn
Dienstag, März 08, 2011
Provinzposse

Das ist leider nicht der Apoldaer Faschingsumzug.
In Apolda geriet der diesjährige Faschingsumzug schon im Vorfeld zur peinlichen Provinzposse. Von ein paar Spießbürgern wurde in vorauseilendem Gehorsam der besonders tiefe Hofknicks organisiert.
http://tinyurl.com/6zru8xr
Mittwoch, Februar 23, 2011
"Adel im Untergang*" (*Ludwig Renn)
http://tinyurl.com/67lh656
Dienstag, Februar 15, 2011
Was kostet die Demokratie?

Bild: Geschäftsordnungsdebatte im Bundestag?
Noch einmal Parlamentarismus. Wenn es nach dem Geschäftsordnungsausschuss des Deutschen Bundestages geht, dann werden bestimmte Abgeordnete künftig zur Kasse gebeten. Und zwar diejenigen, die sich im Bundestag richtig daneben benehmen. Nach Medienberichten geht es um Geldbußen von 500 oder 1.000 Euro, die von denjenigen Parlamentariern verlangt werden können, die sich eine „gröbliche Verletzung der Ordnung“ geleistet haben. Gemeint sind Linke, die mit Transparenten oder T-Shirts protestieren. Den Scharfmacher spielt wieder einmal die SPD.
Weiter auf ThüringenLinks:
http://tinyurl.com/658xqrg
Donnerstag, Februar 10, 2011
Nur Parlamentarismus light?
Mein Kommmentar bei ThüringenLinks:
http://tinyurl.com/4tjllax
Samstag, Januar 29, 2011
Gewalttätig und propagandistisch

Bild: Der Film "Tal der Wölfe - Palästina" (Abbildung ähnlich) - fürsorgliche FSK verhindert zum Glück, dass Menschen unter 18 durch den zu gewalttätigen und zu propagandistischen Streifen gefährdet werden
Der bereits vor seiner Aufführung höchst umstrittene türkische Film "Tal der Wölfe - Palästina" ist von der für ihre stets ebenso gerechten wie transparenten Entscheidungen bekannten "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK) mit der Alterfreigabe "18" versehen worden und darf damit nur Erwachsenen gezeigt werden. Bei der FSK hieß es zur Begründung, der Streifen enthalte zu viele Gewaltszenen, um ihn Jugendlichen zeigen zu können. Zudem wurden "propagandistische Tendenzen" bemängelt. Alles völlig zu Recht, wie ich finde.
http://tinyurl.com/4ou33pn
Mittwoch, Januar 26, 2011
Unwissenschaftlicher Mummenschanz
http://tinyurl.com/6y5s9cj
Dienstag, Januar 25, 2011
Neues Internetportal
http://www.linkesthueringen.de/
Mittwoch, Januar 19, 2011
Dieter hat (noch) ein Auto

Zunächst eine Klarstellung: diese Überschrift stand natürlich NICHT über dem Artikel in der gestrigen "Thüringischen Landeszeitung", Althaus war demokratisch gewählter Ministerpräsident von Thüringen (also Vorsicht: SATIRE!).
"Schau dir den Dieter an, der hat sogar ein Auto", heißt es in einem Song der Ärzte. Auch Dieter Althaus hat ein Auto, einen Dienstwagen (noch). Und er hat sich zurückgemeldet. Nach seinem Rücktritt als Ministerpräsident von Thüringen war er weitgehend in der Versenkung verschwunden, gestern referierte er in Weimar vor irgendwelchen Industriebossen über irgendetwas. Geschenkt. Wichtiger sind die Hinweise über einen Aufgabenwechsel. Althaus ist beim österreichischen Autokonzern Magna nämlich nicht mehr verantwortlich für die Kontakte zum bedeutenden Kunden Volkswagen. Er ist jetzt "Vice President Governmental Affairs". Und wer wollte ernsthaft behaupten, dass Althaus sich damit nicht auskennt...
http://www.althaus-das-buch.de/
Dienstag, Januar 18, 2011
Konservatismus in den Farben der CDU

Der Spiegel-Journalist Jan Fleischhauer hat 2009 ein Buch mit dem Titel „Unter Linken. Von einem der aus Versehen konservativ wurde“ verfasst, eine Art Selbstgespräch über zähe 351 Seiten. Das Ganze entpuppte sich schnell als postpubertäre Rebellion des 1962 geborenen Mannes gegen seine offenbar dominante SPD-Mutter. Wegen des intellektuell eher schwachbrüstigen Opus zweifelte Thomas Blum im Freitag gar „an der Zurechnungsfähigkeit des Autors“ (also Fleischhauers), in der FAZ bescheinigte ihm Julia Encke immerhin „Lebenslangweiligkeiten“.
Eine stimmige Erklärung, was er mit „links“ überhaupt meinte, blieb Fleischhauer ebenso schuldig wie die für „konservativ“. Doch nicht deshalb fragen eine Reihe von Autorinnen und Autoren „Was heißt heute konservativ?“ im gleichnamigen Buch, 2010 herausgegeben von Mike Mohring, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Eine Reise durch den Konservatismus in den Farben der CDU - einschließlich des launigen Hinweises des italienischen Hardliners Rocco Buttiglione, Nicht-Christen seien gar keine richtigen Europäer... Meine Rezension:
http://tinyurl.com/4mb5mdj
Foto: Wogawa
Dienstag, Januar 11, 2011
SPD: viel zu bescheiden
Dabei geht es Gabriel nach eigenem Bekunden freilich „um grundsätzliche Fragen“. Die SPD will sich nämlich als „Partei des Fortschritts“ profilieren, heißt es. Dazu diskutierte der Vorstand mit Intellektuellen. Der österreichische Publizist Robert Misik schlug der SPD nun vor, mit folgender Aussage für sich zu werben: „Wählt’s uns, denn mit uns wird's langsamer schlechter als mit den anderen.“
Bitte nicht so bescheiden – das wäre doch eine erhebliche Untertreibung. In der Vergangenheit war es doch ganz anders: die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, erhebliche Rentenkürzungen durch ein späteres Eintrittsalter, die radikale Ausweitung des Niedriglohnsektors, Steuergeschenke an die Reichen und ähnlich fortschrittliche Dinge hätte sich eine bürgerliche Regierung wahrscheinlich nicht so schnell gewagt.
http://tinyurl.com/4cb6zfu
Samstag, Januar 08, 2011
Neue Eseleien der hessischen CDU
http://www.neues-deutschland.de/artikel/188086.jedes-jahr-ein-paar-rote-socken.html
Ich habe mich schon 2008 mit einem Vorgängerpapier der hessischen CDU befasst, Titel meines Textes: "Das wahre Gesicht der CDU: Mit demagogischer Stimmungsmache, Manipulation und Fälschung feiert der Kalte Krieg fröhliche Urständ’". Meinen dort getroffenen Feststellungen über die Eseleien einer sich christlich nennenden Partei ist nichts hinzuzufügen.
http://tinyurl.com/32ph736
Montag, Januar 03, 2011
Umstritten
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/8053759.html
Donnerstag, Dezember 30, 2010
Imperien unter sich
Der SF-Film "Das Imperium schlägt zurück" von 1980 ist jetzt als "schützenswert" in die Bibliothek des US-Kongresses aufgenommen worden. Kein Wunder (höchstens der späte Zeitpunkt), handelt es sich bei dem Filmtitel doch seit Jahrzehnten um das Motto der Politik der USA, ja um deren Staatsdoktrin.
Nicht bemerkt haben die Verantwortlichen indes, dass dem Film (ursprünglich Teil 2 der Star Wars-Saga) eine weitere Fortsetzung folgte: die Jedi-Ritter, im Bündniss mit den Rebellen, mischten das Reich des sinistren Imperators und seines Schwarzen Lords Darth Vader anschließend ordentlich auf...
http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,528654
Foto: Wogawa
Mittwoch, Dezember 29, 2010
Irrungen und Wirrungen
Unter dem Titel "Irrungen und Wirrungen" ist mein Jahresrückblick auf das politische Thüringen in der UNZ (Erfurt) erschienen. Das ganze (natürlich) satirisch und personalisiert: Von A wie Aretz (früherer CDU-Staatssekretär) bis Z wie Zeh (Ex-CDU-Minister und Althaus-Vertrauter). Auch H wie Hartung (Wendehals), K wie Kurth (FDP-Bonze) und M wie Matschie (SPD-Leichtmatrose) - sowie andere, die es verdient habe -, bekommen ihr Fett weg...
China ärgert den "Weltpolizisten" USA
Auslöser der Berichte ist eine Aussage des US-Admirals Robert Willard, Oberkommandeur der US-Streitkräfte im Pazifik, gegenüber der Financial Times. Die chinesische Waffe soll demnach speziell zur Bekämpfung von Flugzeugträgern geeignet sein. So neu sind Informationen über die Rakete Dongfeng 21 D freilich nicht.
Im Februar hatte Spiegel-Online berichtet, die chinesische Interkontinentalrakete des Typs DF-21 sei erfolgreich in eine Waffe gegen Flugzeugträger verwandelt worden. Dazu habe man sie mit einem konventionellen Sprengkopf bestückt. Nun handelt es sich bei der Dongfeng 21 aber eben nicht um eine Interkontinentalrakete, sondern um eine Mittelstreckenrakete mit viel geringerer Reichweite. Sie wurde bereits Mitte der 1980er Jahre in Dienst gestellt und kann Nuklearsprengköpfe bis zu 2.150 Kilometer transportieren, eine modernisierte Version von 1996 bis 2.500 Kilometer. Bereits diese Rakete war auch für den Einsatz konventioneller Splittersprengköpfe ausgelegt.
Inzwischen hat China die ursprünglich zum Einsatz gegen Landziele vorgesehene Waffe anscheinend erneut modernisiert. Von einer Bedrohung des US-Territoriums kann aufgrund der Reichweite keine Rede sein. Doch für US-Flugzeugträger, die in der Region wie selbstverständlich als schwimmende Colts des „Weltpolizisten“ kreuzen, stellen sie anscheinend schon eine Gefahr dar. So hat US-Verteidigungsminister Robert Gates im September geäußert, die Entwicklung einer solchen Rakete würde das Pentagon zwingen, die Art und Weise zu überdenken, wie Flugzeugträger eingesetzt werden. Damit dürfte China ein wichtiges Ziel erreicht haben.
http://www.ftd.de/politik/international/:waffe-gegen-flugzeugtraeger-pekings-neue-rakete-veraendert-machtbalance-im-pazifik/50209677.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,676549,00.html
http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.25/missile_detail.asp
Donnerstag, Dezember 23, 2010
Erholsame Feiertage

"Was nützen die besten Worte,
wenn sie über die Wirklichkeit hinwegtäuschen?"
(Kurt Tucholsky)
Im Zeitalter der Krisen und "Sparpakete" ist es leider nahezu Konsens der veröffentlichten Meinung, dass das berühmt-berüchtigte "Gürtel enger schnallen" sich zu einem echten Volkssport zu entwickeln habe - also wie üblich vor allem denen abzuverlangen sei, die ohnehin nicht viel haben. Es ist deshalb mehr denn je vornehme Pflicht derjenigen, denen das Gemeinwohl etwas gilt - ob aus religiösen, philosophischen oder humanistischen Motiven -, diesem Zeitgeist zu widerstehen.
Erholsame Feiertage im Kreise von Familie und Freunden und ein im oben beschriebenen Sinne erfolgreiches Jahr 2011!
Foto: Wogawa
Mittwoch, Dezember 22, 2010
Lin Chung rules
Ich erinnere mich, im Frühjahr 1981 mit einer Herde von Freunden auf nahe gelegene Hügel und an Waldränder gezogen zu sein, um Szenen der Serie nachzuspielen (das war, nebenbei gemerkt, nicht nur weit in der Prä-NintendoDS-Zeit, sondern sozusagen in der Computerspiel-Urzeit, im Osten sowieso). Sehr begehrt bei uns waren in jenen Tagen Besenstiele, die als Waffen zum Einsatz kamen (wahrscheinlich waren die Warnungen vor unkalkulierbaren Auswirkungen der filmischen Kampfszenen auf Kinder also doch berechtigt)...
http://www.liang-shan-po.de/presse/p_u_b_04.htm
Verdammt lang her...
Kuschel ärgerte das. Und da am gleichen Tag einige tatsächliche und Legionen selbsternannter Weißrussland-Experten ihre Ansichten über die dortigen Präsidentenwahlen und den Langzeitamtsinhaber Lukaschenko den Menschen aufs Auge drückten, entschied er sich für die brutalsatirische Methode. Beim Kurznachrichtendienst Twitter gab Kuschel ein: „Nicht mit Finger nach Weißrussland zeigen, um Diktator zu definieren. Da reicht ein Blick in die BGMEISTERunde des Arnstädter Wasserzweckverbandes“. Natürlich war das zugespitzt – sicher nicht nur wegen der Twitterbeschränkung auf 140 Zeichen pro Eintrag.
Für einen diesmal recht humorlosen Autor namens „ep“ von der in der Region Arnstadt monopolistischen Tageszeitung „Thüringer Allgemeine“ war das freilich zu heftig. Ein solcher Vergleich „verbietet“ sich, dekretierte er tags darauf in seinem Blatt – obwohl man von ihm sonst bessere Texte kennt, auch aus seinem „BlogArnscht“. Und „ep“ meinte darüber hinaus: „Zumal aus dem Munde Frank Kuschels, dessen persönliches Verhältnis zu Diktaturen wegen seiner DDR-Vergangenheit schon häufig Thema nicht nur im Landtag war.“
Gemeint war offenbar, dass Frank Kuschel ab 1987 IM der DDR-Staatssicherheit war - bereits 1990, also vor 20 Jahren, hat er das offengelegt. Doch wichtiger als der Inhalt einer Botschaft ist, folgt man „ep“, die Person, die sie äußert. Und für bestimmte Handlungen in der Vergangenheit lautet die Ahndung durch schreibende Moralapostel anscheinend "lebenslängliche Äußerungs-Sperre". Keine Chance auf Resozialisierung, nirgends... In einem früheren Leben war „ep“ übrigens Vorsitzender der Landespressekonferenz Thüringen und schaute gelegentlich den Mächtigen auf die Finger. „Verdammt lang her“, möchte man leise singen...
Montag, Dezember 20, 2010
Bizarre Justizpanne
Donnerstag, Dezember 16, 2010
Mittwoch, Dezember 15, 2010
Großes Hauen und Stechen
Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionschef im Landtag von Schleswig-Holstein, fiel als erster um im liberalen Funktionärs-Mikado. Im erbärmlichen Zustand der FDP will er sich an die „Spätphase der DDR“ erinnert sehen. Der Vergleich ist unsinnig und beleidigt irgendwie so an die 17 Millionen Menschen. Doch nicht aus diesem Grund folgte der freidemokratische Gegenschlag. Wobei jedoch auch Kubickis Konkurrenten nicht sonderlich glücklich agierten. Die Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger gab ihren Parteifreunden den brutal ehrlichen Rat, die FDP brauche „nicht nur Nörgler und Selbstdarsteller“. Folg man indes Homburgers Logik und greift ihre Formulierung („Nicht nur“) auf, dann bedeutet das wohl, die FDP braucht auch solche Leute. Noch schlimmer: beim Verzicht gerade auf Selbstdarsteller könnte der Laden wahrscheinlich gleich dicht machen.
Patrick Kurth hat sich durch Kubickis Attacke möglicherweise persönlich angesprochen gefühlt. Der „Generalsekretär“ der FDP Thüringen (und „Ostbeauftragte“ der Zwergpartei) fand den Vergleich „völlig unzulässig“. „Die FDP muss Politik machen, anstatt zu reden“, behauptet Kurth. Besser wäre freilich, sie würde beides lassen. Darf man das eigentlich sagen? Kritisch über die FDP zu reden hat derzeit immerhin fast etwas von Leichenschändung...
Der Text ist am 14.12. in meiner Kolumne "Das Letzte" im "Linken Parlamentsreport" (Erfurt) erschienen.
Mittwoch, Juli 15, 2009
Aller Ehren wert
Das Besuchsprogramm beinhaltete sogar einen Abstecher ins Papstmuseum bei Krakow. Im Geburtshaus des späteren Johannes Paul II. bekamen die Gäste aus Thüringen Devotionalien satt geboten: „Gewänder des Papstes hängen in den Vitrinen, Skier und Skianzug und vieles mehr“ (Thüringische Landeszeitung). Nicht berichtet wurde, ob Althaus die letztgenannten Utensilien besonders begutachtete.
Die Frage allerdings, wo der Ministerpräsident die neuen Auszeichnungen befestigt, soll bei der Protokollabteilung der Staatskanzlei für hektische Betriebsamkeit gesorgt haben. Die nicht sehr breite Brust des Thüringer Regierungschefs wird ja bereits jetzt von zahlreichem Ehrenblech beschwert. Die Hausjuristen mögen vor allem intensiv beratschlagt haben, ob Althaus die polnischen Orden am Jackett neben das Kommandeurskreuz der französischen Ehrenlegion, den UMU-Mittelstandspreis oder besser die „Medaille für hervorragenden Leistungen bei der kommunistischen Erziehung in der Pionierorganisation Ernst Thälmann in Gold“ hängen soll. Der Platz neben dem „Großen Silbernen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich“, das Althaus ebenfalls besitzt, muss indes unbedingt frei bleiben. Insider munkeln, er warte auf einen Ehrenpreis der Stiftung Sicherheit im Skisport.
Montag, Juni 29, 2009
Hirnfuck - der alltägliche Medienwahnsinn (2)
Beim Internet-Ableger Spiegel Online (SPON) ist Reinhard Mohr ein Mann für krankhafte Hetzereien, wenn es gegen alles Linke geht. Wen wundert es, dass er jetzt sehr geschäftig wird. Als neue Frontlinie seines Heiligen Krieges gegen Links hat er sich den Iran ausgesucht. Tenor: Linke machen sich mit dem Regime gemein.
Was will Mohr herausgefunden haben? "Auch Tage nach den riesigen Demonstrationen und den Drohungen des Regimes in Teheran fand sich etwa im Leitorgan der Linken, dem "Neuen Deutschland", kein Sterbenswörtchen über die dramatischen Ereignisse." Soweit Mohrs Propagandamärchen. Tatsächlich wurde im ND zeitnah und ausführlich berichtet, hier Beispiele: "Irans Opposition fühlt sich betrogen" (15.6.), "Maulkorb für Auslandspresse" (17.6.), "Gewalteskalation in Teheran" (22.6.). "Kein Sterbenswörtchen"? Da Mohr für seine Arbeit von SPON bezahlt wird, handelt es sich bei ihm wohl um einen gewerbsmäßigen Lügner.
Nebenbei arbeitete er sich an André Brie ab. Als der im Spiegel gegen Oskar Lafontaine wetterte, galt er als "Vordenker der Linken". Weil er zum Iran einen weniger auf Blattlinie liegenden Kommentar abgab, wurde dieser von Mohr als "Stellungnahme des angeblichen Reformers und Ex-Stasi-IM André Brie" gewürdigt. Früher kannte man die Praxis, Menschen gnadenlos zu instrumentalisieren, von BILD. "Vom Spiegel zum Stürmer", urteilte ein Leser im SPON-Forum über Mohrs Beitrag.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,632499,00.html
Montag, Juni 15, 2009
Nichts Neues
Intern setzen die Strippenzieher sowieso auf die Fortsetzung der Koalition mit der CDU – vor allem die, denen es um das persönliche Fortkommen geht. Man muss nur Finanzminister Peer Steinbrück zuhören, der sich in Interviews weigert, Angela Merkel zu kritisieren: „In einem solchen Wahlkampf muss es ein Rollenspiel innerhalb einer Partei geben.“
Derlei Machtinstinkt führt dazu, dass nach außen selbst blasse Funktionäre wie Christoph Matschie plötzlich als Visionäre gelten angesichts ihrer Ansage, auch Koalitionen mit der LINKEN seien möglich – unter Führung der SPD. Eine geisterhafte Vision ist allein Matschies feuchter Traum von der „stärksten Partei“, den kleinste Zuwächse bei der Kommunalwahl offenbar wieder bei ihm auslösen.
„Ich will Kanzler aller Deutschen werden“, soll Steinmeier, einer der Architekten der „Agenda 2010“, gesagt haben. Steinbrück ist da brutal ehrlicher: „Wahlen werden in Deutschland in der Mitte entschieden, nicht an den Rändern und nicht in der Addition von Minderheitsinteressen.“ Und Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, der als Linker in der SPD gilt, wunderte sich beim Parteitag: „Wer hätte erwartet, dass fast alle jetzt die Hartz-IV-Reform beklatschen?“ Wo lebt der Mensch bloß?
Steinmeier hämmert den Seinen unterdessen ein, dass „die Ideologie, die uns in die Krise geführt hat, nicht die Antwort auf die Krise sein kann.“ Wenn er das wirklich so meint, warum tritt er dann überhaupt an?
Dienstag, Mai 26, 2009
Hirnfuck - der alltägliche Medienwahnsinn (1)
Heute schickte man dazu die Knallcharge Sven Felix Kellerhoff an die Front. Der ist 1971 geboren, soll irgendwann irgendwo Geschichte studiert haben und macht vor allem deutlich, dass Alterssenilität auch deutlich unterhalb der 40 möglich ist.
Kellerhoff firmiert bei Springer als "Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte bei der WELT und der Berliner Morgenpost". Kultur und Morgenpost - schon das ist ein Widerspruch in sich, aber das ist eine andere Geschichte. Ein Verlag jedenfalls, der den trostlosen Versuch wagt, mit Kellerhoff-Büchern den großen Reibach zu machen, äußert sich so über seine etwas schmierige Edelfeder: "Seit etwa einem Jahr verlagerte er den Schwerpunkt seiner geschichtsjournalistischen Arbeit von der NS-Vergangenheit auf die doppelte deutsche Vergangenheit, da ihm die Aufarbeitung der Geschichte der DDR und der deutsch-deutschen Beziehungen auf hohem Niveau erforderlich erscheint."
Auf dieses hohe Niveau setzt Kellerhoff natürlich auch bei den Spingers. Dort hat er übrigens schon 1997 angeheuert - und dürfte mithin die Genehmigung haben, jeden Behindertenparkplatz zu benutzen.
Sein Kurras-Nachklapp ist durchsetzt mit folgende Bemerkungen - in der Regel ganz klare Indizien für ein hohes Niveau: "spricht dafür", "kann derzeit nicht beantwortet werden", "könnte ... zusammenhängen", "eine zweite Möglichkeit ist", "entsprechende Hinweise konkret zu Kurras gibt es derzeit aber nicht", "Sachkenner spekulieren".
Im Klartext: Kellerhoff hat ein aufgeblasenes Nichts für die sensationsgeilen Springer-Konsumenten serviert. Und, nun ja, andere Sachkenner spekulieren, dass der Autor, also Kellerhoff, der für diesen Dreck verantwortlich ist, ganz der ersten Regel der spezielen journalistischen Ethik der Gossenmedien entspricht: zu allem bereit, zu nichts in der Lage.
Fazit: Wenn die Studentenbewegung, deren Geschichte die üblichen Verdächtigen jetzt gleich umschreiben wollen, eine sinnvolle Forderung hatte, dann die: "Enteignet Springer!"
http://www.welt.de/politik/article3807200/Die-Akten-der-Sowjets-ueber-Karl-Heinz-Kurras.html
Neustart
Sonntag, Oktober 16, 2005
Enttäuschend
In einem Satz zusammengefasst: Die Verfilmung ist mies, auf nervende Weise wirr und überflüssig. Die Szenen, die der Handlung der Kultromane entsprechen, fallen glatt hinter die geniale BBC-Serie von 1981 zurück. Die neu erfundenen Stränge machen die Geschichte nicht stringenter - im Gegenteil, sie verwirren. Ich möchte wetten, dass etliche der Kinogänger und DVD-Besitzer, die die literarische Vorlage nicht kennen, den Film nicht verstehen.
Bei den nervös herum hüpfenden Hauptdarstellern bleibt der Witz auf der Strecke. Auch der Sinn des Experiments, die Rolle des Ford Prefect (ein auf der Erde arbeitender Bewohner von Beteigeuze) durch den schwarzen Schauspieler Mos Def verkörpern zu lassen, erschließt sich mir nicht einmal ansatzweise. Da hilft die gute Tricktechnik nicht die Bohne - der Film ist eine Gurke. Wer die optische Umsetzung der Romane genießen möchte, sollte zur sechsteiligen BBC-Serie greifen, die es für fast den gleichen Preis als Doppel-DVD gibt, verpackt in eine Hülle, die dem fiktiven Design des Reiseführers nachempfunden ist. Und der Filmcrew der Neufassung könnte ein weniger wohlmeinender Kritiker wünschen, dass sie der Gefräßige Plapperkäfer von Traal holen möge ...
Montag, September 19, 2005
Endspurt
Für zwei andere Wahlen läuft die Frist noch bis zum 30. September und ich hoffe auch auf eine hohe Beteiligung - und natürlich auf eine Stimmabgabe für mich.
Zwei meiner Kurzgeschichten sind für Literaturpreise nominiert: Die Gruselstory "Die Panne" ist in der Endrunde des "Nyctalus 2005" (verliehen von der Dracula Society) und "Ein Alien kommt selten allein" befindet sich beim "Deutschen Phantastik Preis 2005" im Rennen. Beides sind Publikumspreise und ich zähle auf Sie!
Hier geht es zu den Abstimmungen:
http://www.dracula-kongress.de/nominierungen/nominierung.htm (Nyctalus)
http://www.foltom.de/phden05.html (Phantastik Preis)
Der Wurdack Verlag, in dessen Anthologien beide Geschichten erschienen sind, bietet sie als exklusives eBook an, das kostenlos heruntergeladen werden kann.
Zum Download: http://www.wurdackverlag.de/download.htm
Dienstag, September 13, 2005
Was für ein Tag
Gemeint ist Sonnabend, der 10. September.
Zuerst bin ich mit einem Bundestagsdirektkandidaten durchs Weimarer Land geradelt. Natürlich nicht mit irgendeinem: Mit Frank Spieth, der als Parteiloser für die Linkspartei antritt und DGB-Landesvorsitzender ist. Am Abend berichtete sogar der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) im „Thüringen Journal“ über die Fahrt.
Ich kenne und schätze Frank Spieth seit Jahren und war deshalb gern mit ihm unterwegs - wenn auch unter extrem erschwerten Bedingungen.
Da ich einige Kilometer von Start und Ziel der Tour entfernt wohne, musste ich mir ein Fahrrad leihen. Kurz und gut: Das Ding war alt, zu klein und hatte eine Sattelhöhe, bei der ich meine Beine etwas mehr als zur Hälfte durchstrecken konnte. Leider war der Sattel so fest in den Rahmen eingefressen, dass ein Verstellen unmöglich war. Mit dem Rad strampelte ich bei brütender Hitze um die 20 Kilometer durch den Wahlkreis 194 und so ziemlich jeder aus der Gruppe fragte mich zwischendurch, ob es nicht besser (und vor allem gesünder) sei, den Sattel etwas höher zu stellen ... Immerhin begleitete uns ein Drehorgelspieler (natürlich im Auto!) und das Team war eine lustige Truppe. Irgendwann nach 14.00 Uhr verabschiedete ich mich.
Dann schnell nach Hause, unter die Dusche und mit dem Auto nach Lunzenau. Dort war ich zum 1. Muldencon eingeladen, dem Treffen von Science Fiction-Freunden der Region Chemnitz, um gegen 17.00 Uhr eine Geschichte zu lesen. Funktionierte mein neuer „Yakumo alpha GPS“, ein Taschencomputer mit Navigationsfunktion und brachte mich nach Lunzenau? Kam ich dort rechtzeitig an? Fragen über Fragen ...
Ja, natürlich hat mich der Navigator nach Lunzenau gebracht. Und nein, ich bin nicht pünktlich angekommen. Erst gute zehn Minuten und zwanzig Flüche nach dem ausgemachten Lesungstermin erreichte ich das Ferienlagergelände, auf dem der 1. Muldencon stattfand.
Doch die Teilnehmer hatten sich sowieso für einen kreativen Umgang mit dem Zeitplan entschieden. Nur keine Hektik, war die Devise. Ganz entspannt konnte ich Heidrun Jänchen begrüßen, die den Stand des Wurdack Verlages schon am Morgen aufgebaut hatte, nebenan zwei antiquarische Bücher erwerben und ein Glas Mineralwasser trinken. Die Atmosphäre gefiel mir, die Leute waren echte Fans, die in der Region einen regelmäßigen Treff etablieren wollen.
Gegen 18.00 Uhr begann die Lesung - wegen des schönen Wetters draußen, in einem großen Zelt mit drei geöffneten Seiten. Heidrun Jänchen und ich hatten entschieden, aus der Anthologie „Walfred Goreng“ zu lesen. Heidrun informierte kurz über das Science Fiction-Programm des Wurdack Verlages und trug dann ihre düstere Story „Omega“ vor, die von einem Krieg im Weltraum handelt, den die Menschen trotz überlegener Technik nicht gewinnen können. Und ich brachte meine Satire „Ein Alien kommt selten allein“.
Um es kurz zu machen: Wir kamen beim Publikum an, es wurde geklatscht, bei meinem Vortrag wurde gelacht, ich wurde um Autogramme gebeten (zwei!) und erhielt zwei Einladungen zu Lesungen in Leipzig und Dresden. Ein gelungener Abend - doch ich war, als ich gegen zehn Uhr zuhause ankam, gehörig geschafft. Dennoch: Beim nächsten Muldencon bin ich, wenn möglich, wieder dabei.
Sonntag, August 28, 2005
Nächste Lesung
Zu dieser Convention werde ich mich am Nachmittag des 10.9. an einer Lesung beteiligen. Wer also meine Kurzgeschichte "Ein Alien kommt selten allein" noch nicht kennt oder/und sie von mir vorgelesen bekommen möchte, sollte sich einfach an diesem Tag nach Lunzenau aufmachen.
http://www.muldencon.de
Donnerstag, August 25, 2005
Die Geister die man ruft ...
... wird man mitunter nicht so schnell wieder los!
Da hatten der Wurdack Verlag und ich die Idee, uns mit einer Pressemitteilung an Regionalzeitungen in Thüringen zu wenden und über meine Nominierungen zu berichten.
Am 5.8. brachte die "Thüringer Allgemeine" auf der Kulturseite unter der Überschrift "Mit Aliens auf dem Weg zum Literaturpreis" einen kurzen Bericht. Einige Tage später meldete sich eine Redakteurin der Zeitung "Freies Wort". Sie wolle sich das Statement eines Nachwuchsautors zu Thomas Mann einholen und sei auf mich gekommen. Und sie fragte, was ich denn mit Thomas Mann verbinde ...
Thomas Mann? Ziemlich überrascht spulte ich ein paar Sätze ab. Am 13.8. war ich dann im Feuilleton von "Freies Wort" und "Süddthüringer Zeitung" mit Bild und folgendem Text zu finden:
Stefan Wogawa [...] ist Science-Fiction-Autor. Er hält Mann für einen Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen, die er in Gleichnisse verpackte. "Mario und der Zauberer" beeindruckt den 38-jährigen am meisten, da es eine sprachgewaltige Geschichte über die Suggestivkraft von Demagogen sei. "Thomas Mann und ich haben eine Gemeinsamkeit. Und zwar Weimar. Mann hat "Lotte in Weimar" geschrieben, ich die Shortstory "Golem & Goethe".
Dienstag, August 16, 2005
eBook downloaden
http://www.wurdackverlag.de/download.htm
Sollten Ihnen die Geschichten gefallen, bitte ich um Ihre Stimme - beide Preise sind Publikumspreise, die Leserinnen und Leser entscheiden über die Sieger. Hier geht zu den Abstimmungen:
http://www.dracula-kongress.de/nominierungen/nominierung.htm (Nyctalus)
http://www.foltom.de/phden05.html (Phantastik Preis)
Natürlich freue ich mich auch über Ihre Meinung und (möglicherweise!) über Ihre Kritik.
